Natürliche Abführmittel

Vor allem in den Industrienationen handelt es sich bei Verstopfungen um ein weit verbreitetes Leiden, von dem Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Ist der Darm träge und kann nur unter Problemen und Schmerzen entleert werden und findet der Stuhlgang drei Tage lang nicht statt, wird von einer Obstipation, d. h. einer Verstopfung, gesprochen. Betroffene können Ihren Darm, wenn überhaupt nur durch starkes Pressen entleeren und haben stets das Gefühl, ihren Darm nur unvollständig entleert zu haben. Dauert dieser Zustand über einen längeren Zeitraum, d. h. länger als drei Monate, an, wird von einer chronischen Verstopfung gesprochen. Handelt es sich zudem um eine schwere Form der Verstopfung, kann der Stuhlgang sogar bis zu zwei Wochen ausbleiben.

Abführen mit Pflaumen
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Anders gestaltet sich dies im Idealfall, denn dann setzt der Stuhlgang jeden Tag zur gleichen Zeit ein, wobei die Entleerung ohne starkes Pressen, ohne Schmerzen und ohne Blähungen erfolgt. Demnach weisen gesunde Menschen einen weichen, geformten Stuhl von mittelbrauner Farbe auf. Dabei sollte der Stuhl weder an After oder Toilettenschüssel kleben noch einen stinkenden Geruch aufweisen. Über einen derartigen als ideal zu bezeichnenden Stuhl und Stuhlgang verfügen in den zivilisierten Gesellschaften allerdings nur noch wenige Menschen.

Tritt eine Verstopfung plötzlich auf, also verschlechtern sich Stuhl und Stuhlgang innerhalb einer kurzen Zeit, ohne dass es zu einer Umstellung der Lebensweise oder der Ernährung kam, sollte nach organischen Ursachen gesucht werden. Diese können von einer Schilddrüsenunterfunktion über Erkrankungen der Bauchorgane bis hin zu einem Darmtumor reichen. Und auch die Einnahme von Medikamenten kann zu einer Verstopfung führen – gibt der Beipackzettel über diese mögliche Nebenwirkung keine Auskunft, sollten Sie sich mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Häufig werden Verstopfungen durch bestimmte Aspekte der Lebensumstände oder des Lebensstils wie zum Beispiel eine ungenügende Flüssigkeitszufuhr, Schwangerschaft, höheres Alter, Fehlernährung, Bewegungsarmut, Reisen, Klimaänderungen oder aber psychische Faktoren ausgelöst.

Verstopfung: Mögliche Ursachen und Erkrankungen

Bei einer habituellen Verstopfung handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern vielmehr um ein Symptom dafür, dass irgendetwas im Körper nicht in Ordnung ist. Ärzte sprechen in der Regel dann von einer Verstopfung, wenn :

  • eine Person weniger als dreimal in der Woche ihren Darm entleert
  • beim Stuhlgang stark pressen muss der Stuhl im Darm klumpig und hart ist

Wer unter Verdauungsproblemen leidet, hat in der Regel auch andere Beschwerden wie zum Beispiel Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Druckgefühle.

Handelt es sich nicht um eine habituelle, sondern um eine chronische Verstopfung, ist diese meist mit einem hohen Leidendruck verbunden. Treten über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten lediglich unbefriedigende Stuhlentleerungen auf, wird in Fachkreisen von chronischer Obstipation gesprochen. Personen, die unter einer chronischen Verstopfung leiden, weisen in der Regel mindestens zwei der folgenden Leitsymptome bei einem Viertel ihrer Stuhlentleerungen auf:

  • harter oder klumpiger Stuhl
  • starkes Pressen
  • das Gefühl einer unvollständigen Entleerung
  • das Gefühl eines Verschlusses (Obstruktion)
  • weniger als drei Stuhlgänge wöchentlich
  • mit der Hand bei der Stuhlentleerung nachhelfen

Ein harter Stuhlgang ist nicht selten. Grundsätzlich treten Obstipationen mit zunehmendem Alter immer häufiger auf. Vor allem Menschen, die über 60 Jahre alt sind, leiden oft unter Verstopfung, wobei etwa doppelt so häufig Frauen von Verdauungsschwierigkeiten betroffen sind als Männer.
Für Verstopfungen gibt es viele verschiedene Ursachen. Im Folgenden werden die wichtigsten kurz vorgestellt.
Die chronisch habituelle Obstipation
Eine chronisch habituelle Obstipation resultiert aus einer Darmfunktionsstörung. Die jeweiligen Ursachen können differieren: Neben einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr, Bewegungsmangel oder einer ballaststoffarmen Ernährung kann auch das häufige Unterdrücken des Stuhlgangreizes beispielsweise aus Zeitnot eine Ursache für eine habituelle Verstopfung sein. Auf der anderen Seite müssen die genannten Faktoren nicht zwangsläufig zu einer Obstipation führen, denn auch bei optimalen Lebens- und Ernährungsbedingungen kann es zu einem trägen Darm kommen.

Das Reizdarmsyndrom

Personen, die unter dem Reizdarmsyndrom leiden, haben abwechselnd mit Verstopfungen und Durchfall zu kämpfen.

Die situative oder vorübergehende Obstipation

Eine situative Obstipation tritt in spezifischen Situationen wie zum Beispiel bei Bettlägerigkeit, Schichtarbeit oder fieberhaften Erkrankungen auf. Auch das Verzehren ungewohnter Nahrungsmittel etwa auf Reisen kann zu einer vorübergehenden Verstopfung führen.

Die medikamentenbedingte Obstipation

Unterschiedliche Medikamente können der Auslöser von Obstipation sein. Zu diesen gehören beispielsweise aluminium- und kalziumhaltige Präparate gegen Sodbrennen, Eisenpräparate, Opiate, d. h. starke Schmerzmittel sowie codeinhaltige Arzneien gegen Husten, Antidepressiva, Medikamente gegen Bluthochdruck und Anticholinergika, welche zur Behandlung von Asthma, Parkinson, Inkontinenz oder einer Reizblase eingesetzt werden.

Störungen des Elektrolythaushaltes

In bestimmten Fällen wird Kaliummangel, auch als Hypokaliämie bezeichnet, durch die zu häufige Verwendung von Abführmitteln verursacht und führt zu Verstopfungen. Daneben können Verdauungsprobleme allerdings auch durch einen Kalziumüberschuss, d. h. Hyperkalzämie, hervorgerufen werden.

Obstipation aufgrund organischer Darmerkrankungen

Differente Erkrankungen des Darms können zu Schmerzen und Problemen bei der Darmentleerung führen. Zu diesen zählen zum Beispiel (entzündete) Ausstülpungen des Darms (Divertikel bzw. Divertikulitis), Analfissuren, Analabszesse, Darmpolypen, Morbus Crohn (eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung), schmerzhafte Hämorrhoiden, das Herausrutschen des Mastdarms aus dem After sowie Darmkrebs.

Obstipation durch Nervenstörungen

Nervenstörungen, die beispielsweise durch Diabetes mellitus, multiple Sklerose oder Parkinson hervorgerufen werden, können zu Verstopfungen führen.

Hormonbedingte Obstipation

Verstopfungen können auch infolge von Störungen des Hormonhaushaltes auftreten. Diese können unter anderem durch Diabetes, eine Unterfunktion der Schilddrüse, eine Überfunktion der Nebenschilddrüse oder aber eine Schwangerschaft hervorgerufen werden

Obstipation in der Schwangerschaft

Durch die erhöhte Hormonproduktion in der Schwangerschaft wird auf der einen Seite die Versorgung des ungeborenen Kindes gesichert, auf der anderen Seite allerdings die Darmaktivität gedrosselt. Aus diesem Grund leiden zahlreiche Schwangere unter Verstopfungen.

Obstipation bei Babys & Kleinkindern

Bei Kindern liegt im medizinische Sinne dann eine Verstopfung vor, wenn es maximal einmal wöchentlich einen trockenen, harten und meist auch mit Schmerzen verbundenen Stuhlgang aufweist. Zu den häufigsten Ursachen für eine Obstipation bei Babys und Kleinkindern sind die folgenden zu rechnen:

Fehlernährung

Ebenso wie bei erwachsenen Menschen sind Probleme beim Stuhlgang bei Kindern häufig durch einen Mangel an Flüssigkeit, Bewegung und Ballaststoffen bedingt. Zudem kann der Darm von Kindern durch einen zu häufigen Verzehr von Süßigkeiten wie Schokolade, Kuchen, Weißbrot oder Bananen belastet werden.

Die Umstellung auf feste Nahrung

Babys leiden häufig dann unter Verstopfungen, wenn ihre Ernährung von (Mutter-)Milch auf Beikost bzw. Breimalzeiten umgestellt wird.

Veränderungen des Tagesablaufs

Kommt es beispielsweise durch Stresssituationen, Reisen oder Bettlägerigkeit aufgrund von Erkrankungen zu Änderungen des gewohnten Tagesablaufs, können auch bei Kindern Verdauungsprobleme auftreten.

Ein wunder Po

Durch einen wunden Po werden Schmerzen beim Entleeren des Darms verursacht, so dass Kinder versuchen den Stuhl zurückzuhalten. Problematisch ist, dass durch eine längere Verweildauer des Kots im Darm der Stuhl härter und trockener wird, wodurch sich die Entleerung noch schwieriger gestaltet und weitere (Schleim-)Hauteinrisse verursachen kann. Versuchen Kinder den Stuhlgangreiz dann weiterhin zu unterdrücken, kann sich eine chronische Obstipation entwickeln.

Die Einnahme von Antibiotika

Verstopfungen werden bei Kindern häufig durch die Einnahme von Antibiotika verursacht.

Die Entwöhnung von der Windel

Während der Entwöhnungsphase von der Windel kann es bei Kleinkindern zu sogenannten Lernverstopfungen kommen.

Laktoseintoleranz

Eine Obstipation kann bei Kindern auch die Folge einer Laktoseintoleranz, d. h. einer Milchzuckerunverträglichkeit, sein.

Morbus Hirschsprung

Bei Morbus Hirschsprung handelt es sich um eine erbliche Darmkrankheit, die in einer milden Form bereits im Vorschulalter zu chronischen Obstipationen führen kann. Kinder, die unter dieser Krankheit leiden, entleeren lediglich alle fünf bis sieben Tage ihren Darm. Hierzu sind teilweise Einläufe, teilweise aber auch weitere Maßnahmen nötig.

Unsere Tipps bei Verstopfung: Diese Maßnahmen können helfen
Um einer habituellen Verstopfung vorzubeugen oder sie zu lindern, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden. Im Folgenden finden Sie einige hilfreiche Tipps:

  • Tipp 1: Achten Sie auf eine ballaststoffreiche Ernährung. Verzehren Sie viel Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte.
  • Tipp 2: Nehmen Sie sich Zeit beim Essen und kauen Sie die Nahrung gut, denn bereits hierdurch können Sie Ihre Verdauung anregen.
  • Tipp 3: Sorgen Sie für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens eineinhalb bis zwei Litern Wasser, Mineralwasser oder ungesüßtem Tee täglich. Trinken Sie mehr, hat dies keinen Einfluss auf eine mögliche oder bestehende Verstopfung.
  • Tipp 3: Versuchen Sie Bewegungsmangel zu vermeiden. Dies ist vor allem im Alter von Relevanz, denn dann besteht häufig ein Zusammenhang zwischen Verstopfungen und zu wenig Bewegung.
  • Tipp 4: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für Ihren Gang zur Toilette und unterdrücken Sie niemals Ihren Stuhlgang.
  • Tipp 5: Versuchen Sie regelmäßig zur Toilette zu gehen und Ihren Darm daran zu gewöhnen. Dabei kann der Gang zur Toilette beispielsweise nach dem Frühstück erfolgen. Auch wenn Sie Ihren Darm nicht entleeren können, sollten Sie etwa zehn Minuten auf der Toilette sitzen bleiben. Häufig tritt ein Gewöhnungseffekt ein, so dass der Körper diesen Zeitpunkt später zur Entleerung des Darms nutzt.
  • Tipp 6: Achten Sie darauf regelmäßige Ruhepausen einzulegen und sich zu entspannen. Unter Stress wird die Tätigkeit des Darms vermindert. Mögliche Methoden zur Entspannung sind Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung.

Abführmittel: Das sollten Sie wissen

Abführmittel, im medizinischen Kontext als Laxanzien bezeichnet, dienen zur Behandlung von Verstopfungen. Der Begriff „Abführmittel“ sagt dabei bereits aus, was das Präparat bewirkt, es führt ab. Mit anderen Worten: Abführmittel beschleunigen die Darmpassage und führen zu einer Entleerung des Darms. Anzumerken ist, dass durch Laxantien nicht die Verdauungsleistung an sich gefördert wird, d. h., sie wirken sich nicht auf die Verdauungsprozesse aus. Vielmehr sorgen sie für eine Beschleunigung der Stuhlentleerung also von bereits verdauten Darminhalten.

Historischer Exkurs: Die Geschichte der Abführmittel

Bereits 2400 v.Chr. wurden Abführmittel eingesetzt. Damals wurde im Alten Ägypten und in Mesopotamien aus den Samen des Wunderbaums Rizinusöl gewonnen uns als Abführmittel eingesetzt.

Knapp 1000 Jahre später, nämlich um 1500 v. Chr., wurden von den Assyrern ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Kleie und auch saline Abführmittel eingesetzt, um den Wassergehalt im Darmtrakt zu steigern.

Auch die alten Griechen sollen, und zwar bereits vor Hippokrates (um 460 v. Chr. bis ca. 370 v. Chr.) den Milchsaft der Wurzel der Purgierwinde (Convolvulus scammonia) getrocknet und als Abführmittel verwendet haben.

Grundsätzlich wurden Abführmittel, und zwar von der Antike bis in die Neuzeit, im Zuge purgierender, d. h. reinigender, Therapien eingesetzt. Neben dem bereits erwähnten Rizinusöl bediente man sich auch anderer pflanzlicher Mittel wie weißem und schwarzem Nieswurz und spezifischer Aloe- und Wolfsmilcharten. Zudem gelangten aus dem Orient Alexandrinische Senna und Rhabarber als Heil- bzw. Abführmittel in die Medizin des christlichen Mittelalters.

Arten & Wirkprinzipien von Abführmitteln

Im Folgenden werden die verschiedenen Arten von Abführmitteln sowie deren Wirkprinzipien genauer erläutert. Zu diesen zählen neben Füll- und Quellmitteln auch hydragoge Abführmittel, Gleitmittel, Stimulantien und osmotisch wirkende Abführmittel.

Füll- und Quellmittel

Bei Quell- und Füllmitteln handelt es sich um Substanzen, die aufgrund ihrer Quellfähigkeit Flüssigkeiten binden können. Auf diese Weise wird eine hohe Volumenzunahme erreicht, wodurch auf die Darmwand ein Dehnungsreflex ausgeübt wird und die Darmbewegungen zu einer intensiven Tätigkeit angeregt werden. Sollten Sie Füll- oder Quellmittel einnehmen, müssen Sie unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, um einer Verkleisterung im Darm vorzubeugen. Zu den Füll- und Quellmitteln zählen sowohl Hausmittel wie Kleie und Flohsamen als auch chemische Substanzen wie Zellulosederivate.

Füll- und Quellmittel weisen die folgenden Vor- und Nachteile auf:

Vorteile

  • lokal im Darm wirksam
  • die Substanzen werden nicht resorbiert, sie gelangen also nicht in das Blut
  • bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr keine Nebenwirkungen

Nachteile

  • Wirkungslosigkeit, wenn organische Darmerkrankungen vorliegen
  • können Blähungen verursachen

Osmotisch wirkende Abführmittel

Bei osmotisch wirkenden Abführmitteln handelt es sich um Substanzen, die eine Verschiebung der Flüssigkeit vom Blut des Darmes in das Gewebe des Darmes verursachen. Auf diese Weise kommt es zu einer Vergrößerung des Volumens des Speisebreis und zu einer Verflüssigung des Darminhaltes. Nehmen Sie osmotisch wirkende Abführmittel ein, sollten Sie unbedingt darauf achten, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Auf diese Weise kann der Flüssigkeitsverlust der Blutgefäße sowie des Gewebes wieder ausgeglichen werden. Zu den osmotisch wirkenden Abführmitteln zählen Bittersalz (Magnesiumsulfat), Glaubersalz (Natriumsulfat), Lactose (Milchzucker) und Lactulose.

Die Vor- und Nachteile osmotisch wirkender Abführmittel im Überblick:

Vorteile

  • dient zur kurzfristigen Darmreinigung
  • vollständige Entleerung zum Beispiel vor Operation möglich

Nachteile:

  • mögliche Mineralstoff- und Vitaminverluste
  • möglicherweise Wirkungsabschwächung von Medikamenten wie zum Beispiel der Anti-Baby-Pille)
  • teilweise Aufnahme vom Organismus
  • diverse Kontraindikationen wie zum Beispiel Bluthochdruck

Hydragoge Abführmittel

Mit dem Begriff „hydragog“ werden Substanzen bezeichnet, die das Einströmen von Wasser in Darm und Darmwand fördern. Hydragoge Abführmittel sorgen für eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand-Kittleisten. Zu beachten ist, dass zahlreiche hydragoge Abführmittel zu Schleimhautirritationen bzw. Schleimhautreizungen führen (können). Beispiele für hydragoge Abführmittel sind Sennesblätter, Rizinusöl, Faulbaumrinde, Aloe- und Antrachinonderivate sowie synthetische Abführmittel, die die Wirkstoffe Natriumpicosulfat oder Bisacodyl enthalten.

Die Vorteile synthetischer Abführmittelnd sind:

  • eine zuverlässige Wirkung
  • gute Dosierbarkeit
  • Anregen der Darmbewegungen

Die Nachteile synthetischer Abführmittel sind:

  • ohne exakte Dosierung kann es zu Durchfall, Krämpfen und Elektrolytverlusten kommen
  • es können Gewöhnungseffekte eintreten

Die Nachteile anthrachinonhaltiger Mittel sind:

  • gehen häufig mit Krämpfen einher
  • können Durchfall erzeugen
  • führen häufig zu Elektrolytverlusten
  • können Darmreizungen verursachen
  • können Funktionsstörungen in der Darmschleimhaut bedingen
  • können die Entstehung von Krebs fördern

Gleitmittel

Bei Gleitmitteln handelt es sich um oberflächenaktive, unverdauliche Stoffe, die zu einem Erweichen des Darminhaltes führen und diesen gleitfähig machen. Grundsätzlich sollten Gleitmittel – wenn überhaupt – lediglich über einen sehr kurzen Zeitraum angewendet werden. Zu den Gleitmitteln zählen Glycerin und Paraffinöl. Bei der Einnahme von Glycerin sollte bedacht werden, dass Personen, die sehr empfindlich sind oder deren Schleimhaut vorgeschädigt ist, unter Reizungen der Enddarmschleimhaut leiden können. Bei der Einnahme von Paraffinöl bestehen die möglichen Nebenwirkungen in einem niedrigen Calcium- und Kaliumspiegel. Wird eine hohe Dosis verabreicht, können Schäden der Haut im Analbereich die Folge sein. Wird Paraffinöl dauerhaft angewendet, kann es zu Ablagerungen von Paraffin im Organismus kommen.

Hausmittel und natürliche Abführmittel gegen Verstopfungen

Sie leiden unter Verstopfungen? Dann sollten Sie nicht sofort ein chemisches Abführmittel anwenden, sondern zuerst versuchen, Ihre Verdauung auf natürlichem Wege wieder in Schwung zu bringen. Wir geben Ihnen einige Tipps, welche natürlichen Abführmittel und Hausmittel bei Verstopfungen helfen können.

Sollten die oben bereits genannten Maßnahmen wie zum Beispiel eine Ernährungsumstellung, ausreichend Flüssigkeits- und Ballaststoffzufuhr, viel Bewegung usw. nicht zielführend sein, sollten Sie auf natürliche Hausmittel gegen Verstopfungen setzen. Zu diesen zählen:
Trockenfrüchte wie Feigen, Dattel, Aprikosen oder Pflaumen; hilfreich ist es, wenn Sie die Früchte in Wasser einweichen, über Nacht ziehen lassen und am Morgen verzehren.

  • Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen
  • Sauerkraut oder Sauerkrautsaft
  • Pflaumensaft
  • Birnensaft
  • Kiwis

Auf Nahrungsmittel wie Kakao und Bananen sowie Weißmehlprodukte sollten Sie dagegen weitestgehend verzichten.Sollten diese natürlichen Hausmittel nicht die gewünschte Wirkung zeigen, bietet sich der Einsatz von Quellmitteln an. Bei der Einnahme dieser natürlichen Abführmittel ist es wichtig, dass Sie ausreichend Trinken, denn Flohsamen, Leinsamen und Co. quellen im Darm auf. Meist können Quellmittel auch über einen etwas längeren Zeitraum angewendet werden, ohne dass sich negative Folgen für die Gesundheit einstellen.

Sollten Sie während der Einnahme von Quellmitteln noch weitere Medikamente einnehmen, kann die Wirkung der Arzneien verzögert, möglicherweise sogar gehemmt werden. Sinnvoll ist es deshalb die parallele Einnahme von Quellmitteln und Medikamenten zu vermeiden oder einen Arzt zu konsultieren.

Pflanzliche Abführmittel – Das sollten Sie wissen

Obschon pflanzliche Heilmittel im Allgemeinen den Ruf genießen besonders bekömmlich und mild zu sein, ist dies bei bestimmten Produkten nicht der Fall. Dies nämlich beispielsweise dann, wenn die pflanzlichen Abführmittel über den Wirkstoff Anthrachinon verfügen. Diese Mittel gegen Verstopfung wie zum Beispiel Arzneien aus Sennesblättern, Faulbaumrinde, Rhabarber und Aloe können zu schweren Nebenwirkungen führen.
Aus diesem Grund dürfen anthrachinonhaltige Abführmittel heute nur noch für eine sehr kurze Zeit verwendet werden. Und dies auch nur, wenn Sie unter Verstopfungen leiden. Ausschließlich zur Forderung der Verdauung werden derartige Mittel aktuell nicht mehr verabreicht.

Flohsamen – Das natürliche Hausmittel bei Durchfall und Verstopfung

Der sogenannte indische Flohsamen (Plantago ovata) wird der Gattung der Wegeriche zugerechnet und wird vor allem an der afrikanischen Mittelmeerküste, in Afghanistan, Pakistan, Indien und Arabien angebaut. Dabei handelt es sich um eine krautige einjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von bis zu 20 Zentimetern erreicht und nicht verholzt. Flohsamen gehören zu den Heilpflanzen, wobei der Name darauf zurückzuführen ist, dass die reifen Samen der Pflanze aus der Fruchtkapsel wie hüpfende Flöhe springen und die Flohsamen zudem wie Flöhe anmuten.
Natürliche Flohsamen existieren in differenten Formen, deren jeweilige Anwendung sowohl von den persönlichen Vorlieben als auch der gewünschten Wirkung abhängt:

Ganze Flohsamen
Entscheiden Sie sich für die Anwendung ganzer Flohsamen müssen Sie das natürliche Abführmittel vor der Anwendung gegen Verstopfung einweichen, so dass eine eingedickte Masse entsteht. Obschon die Konsistenz der entstandenen Masse eher unappetitlich wirkt, weisen vor allem die Schalen von Flohsamen die notwendigen Quelleigenschaften auf. Entsprechend ist die Verwendung ganzer Flohsamen sinnvoll.

Flohsamenschalen
Aufgrund der Tatsache, dass in den Flohsamenschalen zahlreiche wertvolle Schleimstoffe enthalten sind, weisen sie einen enormen Nutzen und damit Beitrag für die Gesundheit Ihres Darms auf. Deshalb werden vorrangig Flohsamenschalen gegen eine Verstopfung verwendet, damit sich der Darm entleeren kann.

Flohsamenschalenpulver
Flohsamenschalenpulver wird aus vermahlenen Flohsamenschalen hergestellt und besitzt alle wertvollen Inhaltsstoffe derselben. De facto sind die fein gemahlenen, d. h. zu Pulver verarbeiteten, Flohsamenschalen sehr gut dosierbar, so dass Sie die Flohsamen problemlos einnehmen.

Gemahlene Flohsamen in Kapselform
Gemahlene Flohsamen sind auch in Kapselform erhältlich und können bequem wie alle anderen Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Einziges Manko: Flohsamenkapseln sind etwas teurer in der Anschaffung. Unser Tipp: Die Verwendung von Flohsamenschalen sowie aus diesen gewonnenem Pulver hat eine höhere Wirkkraft als die Verwendung ganzer Flohsamen sowie von Flohsamenkapseln. Allerdings sollten am Ende Sie entscheiden, mit welcher Art von Flohsamen Sie sich am wohlsten fühlen.

Flohsamen – ein natürliches Abführmittel

Flohsamen sind gegen Verstopfung aufgrund der spezifischen Inhaltsstoffe besonders wirksam. So enthält die Pflanze viele Ballast- und Schleimstoffe. 100 Gramm Flohsamen weisen circa 84 Gramm an Ballaststoffen auf. Hieraus resultiert auch die Wirkung der Pflanze, denn die Ballaststoffe quellen in Wasser stark auf. De facto können sie bis zum 50-fachen ihres Eigengewichts an Wasser aufnehmen. Auf diese Weise haben sie im Magen-Darm-Trakt nicht nur eine regulierende Wirkung, sondern sorgen auch dafür, dass die Darmperistaltik angeregt wird.

Im Darm selbst sorgen diese Schleimstoffe dafür, dass durch ein sanftes Hindurchgleiten Verdauungsprobleme beseitigt oder zumindest gelindert werden. Dabei dient das natürliche Hausmittel vor allem dazu Durchfall zu beseitigen und Verstopfungen zu lösen.

Durch die hohe Wasserbindungsfähigkeit von Flohsamen wird der Inhalt des Darms verdickt und der Stuhl formbar, so dass Durchfall gelindert oder sogar beseitigt wird. Zugleich kommt es zu einer Vergrößerung des Stuhlvolumens – entsprechend helfen Flohsamen auch bei Verstopfungen. Nehmen Sie Flohsamen über eine längere Zeit ein, kommt es zur Regulierung der Darmtätigkeit.

Auch in Bezug auf das Reizdarmsyndrom zeigen Flohsamen Wirkung. Dies vor allem, wenn es verstärkt zu Durchfällen kommt, denn dann setzt die eben beschriebene Wirkweise ein. Flohsamen sorgen auch dafür, dass durch den Körper vermehrt Nährstoffe aufgenommen werden, die der Organismus infolge von Durchfall verliert. Auf diese Weise tragen Flohsamen dazu bei, die Verdauung sowie die Verdauungsorgane – allen voran den Darm – zu stärken.

So wenden Sie Flohsamenschalen im Alltag an

Grundsätzlich können Sie täglich eine Menge von 10 bis 40 Gramm ganzer Flohsamen verzehren. Zur Einnahme sollten Sie einen Teelöffel des natürlichen Hausmittels in Wasser vorquellen lassen. Nachdem Sie die die Flohsamen zu sich genommen haben, sollten sie zudem zwei Gläser Wasser trinken.

Möchten Sie Ihren Darm lediglich reinigen oder sanieren, kann eine Gesamtmenge zwischen fünf und 15 Gramm Flohsamenschalen bereits ausreichen. Vor allem zu Beginn ist es sinnvoll, mit ein bis zwei Teelöffeln Flohsamen zu starten, um Ihrem Körper einen sanften Einstieg zu ermöglichen.
Damit die Quellfähigkeit von Flohsamenschalen gewährleistet wird, sollten Sie das natürliche Abführmittel niemals in Milch einrühren, denn dann setzt der Quellvorgang nicht ein.

Zudem sollten Sie die Flohsamenschalen am Morgen, und zwar auf nüchternen Magen, zu sich nehmen. Ist dies aus irgendwelchen Gründen nicht möglich, sollte die Einnahme etwa 30 Minuten vor einer Mahlzeit erfolgen. Am Abend sollten Flohsamenschalen grundsätzlich nicht eingenommen werden. In der Regel sind Flohsamen gut verträglich, so dass die Einnahme auch über einen längeren Zeitraum erfolgen kann. Ab und zu stellen sich Appetitlosigkeit, Blähungen oder Völlegefühl ein. Zu stärkeren Nebenwirkungen oder sogar allergischen Reaktionen kommt es in der Regel nur selten. Sollten Sie dennoch Nebenwirkungen beobachten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Aber Achtung: Sind ihre Magen-Darm-Trakt oder Ihre Speiseröhre verengt, dürfen Sie Flohsamen nicht einnehmen. Gleiches gilt, sollten Sie unter einem schwer einstellbaren Diabetes oder aber einem Darmverschluss leiden. Möchten Sie Flohsamen mit anderen Lebensmitteln kombinieren, können Sie sie beispielsweise auf die folgenden Tipps zurückgreifen:

  • über grüne Salate, Müsli oder Obstsalate streuen
  • um Cremes, Desserts oder Suppen zu verdicken
  • zum Panieren von Fleisch, Fisch oder Gemüse
  • in Fruchtsäfte einrühren
  • um glutenfrei zu Backen

Leinsamen – natürlich Abführen

Soll die Verdauung angeregt und der Darm gestärkt werden, sollten Sie auf Leinsamen nicht verzichten. Die in Leinsamen (Linum usitatissimum) enthaltenen Schleim- und Ballaststoffe fördern sind nicht nur verdauungsfördernd, sondern schützen auch den Magen-Darm-Trakt. Hinzu kommt, dass Leinsamen reich an Omega-3-Fettsäuren sind und über weitere wertvolle Inhaltsstoffe verfügen.

Bei Leinsamen, die auch als Leinsaat bezeichnet werden, handelt es sich um die Samen der Flachspflanze, die zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschen zählt. Bereits seit mehr als 5000 Jahren werden Leinsamen verwendet und finden sich beispielsweise in Lebensmittel wie Brot, Müsli und Backwaren, aber auch in Quark, Kartoffelgerichten und Salaten. Auch das aus den Leinsamen gewonnene Leinöl findet weltweit Einsatz.
Obschon die Flachspflanze ursprünglich im Vorderen Orient sowie dem Mittelmeerraum angebaut wurde, findet sie sich heute rund um den Globus. Auch in Europa, vor allem in Frankreich, Belgien und den Niederlanden wir Lein in größeren Mengen angebaut.

Leinsamen verfügt über wertvolle Inhaltsstoffe

In der aktuellen Debatte um heimische Superfoods spielt Leinsamen eine bedeutende Rolle, denn er verfügt über zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe:

Antioxidantien, um freie Radikale zu bekämpfen, dem Alterungsprozess entgegenzuwirken und Krankheiten vorzubeugen Omega-3-Fettsäuren, die:

  • entzündungshemmend wirken
  • positive Effekte auf das Herz, die Blutfettwerte
  • die Gelenk- und Knorpelfunktion sowie den Stoffwechsel haben
  • Demenz und Zellalterung vorbeugen
  • das Gedächtnis und die Konzentrationsleistung fördern
  • das Risiko an Diabetes oder Bluthochdruck zu erkranken senken
  • um die Darmgesundheit zu stärken und die Verdauung zu regulieren und in Schwung zu halten
  • pflanzliche Proteine, denn 100 Gramm Leinsamen enthalten 20 Gramm pflanzliches Eiweiß
  • mineralstoffreich, in Leinsamen finden sich Zink, Eisen, Mangan, Kalzium, Selen und Kalium
  • Vitamine, zum Beispiel die Vitamine A, B und E

Leinsamen als natürliches Abführmittel gegen Verstopfung und Durchfall

Neben den zahlreichen anderen positiven Eigenschaften von Leinsamen, ist es ein ausgezeichnetes Mittel, um die Verdauung zu fördern. Bei Leinsamen handelt es sich um ein Quellmittel, wobei das Quellvermögen auf die zahlreichen Ballaststoffe zurückzuführen ist.

Nehmen Sie Leinsamen zu sich, quellen die Samen in Ihrem Dickdarm und das Zwei- bis Dreifache Ihres ursprünglichen Volumens auf. Auf diese Weise kommt es zu einer Vergrößerung des Stuhlvolumens und einer Verstärkung der Darmperistaltik. Infolge entfaltet Leinsamen seine abführende Wirkung und kann dabei helfen, selbst schwerere Verstopfungen zu losen.

Aufgrund der Tatsache, dass die in Leinsamen enthaltenen Schleimstoffe den Inhalt des Darmes besonders weich und gleitfähig machen, wird der Stuhlgang erleichtert. Auch im Fall gereizter oder sogar entzündeter Schleimhäute bieten die Schleimstoffe des Leinsamens eine schützende und abheilende Wirkung. Aufgrund ihrer ausgezeichneten Wirkweise kommen Leinsamen auch in der Medizin, beispielsweise bei Reizdarm oder chronischen Verstopfung, zum Einsatz.

Tipps zum Einsatz und Verzehr von Leinsamen

Leinsamen oder Leinöl können Sie mit zahlreichen Speisen kombinieren. Im Folgenden geben wir Ihnen einige Tipps, wie Sie Leinsamen in Ihren Speiseplan integrieren können:

  • streuen Sie einen Teelöffel Leinsamen in Joghurt, Quark, Müsli oder über den Salat und Obstsalat, so dass die natürliche Substanz zur Regulation des Fettsäuregehaltes beiträgt
  • streuen Sie gemahlene Leinsamen über Fisch-, Fleisch-, Kartoffel- oder Gemüsegerichte ebenso wie über ein belegtes Brot

um eine abführende Wirkung zu erzielen, sollten Sie einen Esslöffel nicht zerkleinerter Leinsamen wie oben beschrieben zu sich nehmen, gleiches gilt um die Beschwerden einer Gastritis oder Darmentzündung zu mildern, lassen Sie die nicht zerkleinerten Leinsamen hierfür in einem Glas Wasser ziehen, gießen Sie die Flüssigkeit ab und verzehren Sie im Anschluss den Schleim. Achten Sie beim Verzehr von Leinsamen und Leinöl bitte stets darauf, ausreichend zu trinken. Zudem sollten beide Nahrungsmittel stets trocken und dunkel aufbewahrt werden.

Medikamente gegen Verstopfung

Wie bereits erläutert sollten Medikamente gegen Verstopfung erst dann eingenommen werden, wenn alle anderen Optionen wie zum Beispiel die Änderung des Lebensstiles (mehr Bewegung, weniger Stress), die vermehrte Zufuhr von Ballaststoffen sowie der Einsatz weiterer natürlicher Hausmittel nach einem Zeitraum von mindestens einem Monat wirkungslos geblieben sind.

Medikamente gegen Verstopfung, die Laxantien, werden in der Regel oral appliziert, d.h. über den Mund eingenommen. Laxantien finden sich als Sirup, Tropfen oder Tabletten, teilweise auch in Zäpfchenform oder als Klistier, so dass sie über den After direkt in den Darm eingeführt werden.
Sollte Ihre Verstopfung über einen längeren Zeitraum anhalten, sollten Sie zwingend einen Arzt konsultieren, denn sollten Abführmittel unsachgemäß angewendet werden, d.h. entweder zu lange eingenommen oder aber zu hoch dosiert, können Sie (schwere) Nebenwirkungen hervorrufen.

Verstopfung: Wann sollten Sie einen Arzt konsultieren

In der Regel kann eine habituelle Verstopfung ohne die Hilfe eines Arztes beseitigt werden. Treten ein harter, schmerzhafter Stuhlgang und Verdauungsprobleme allerdings häufiger oder aber über einen längeren Zeitraum auf, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Sollten Sie unter einer akuten Verstopfung leiden, die mit Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl einhergeht, sollten Sie Ihren Arzt umgehend konsultieren!

Um herauszufinden, wodurch Ihre Verstopfung hervorgerufen wird, erfolgt eine ausführliche Anamnese, d.h., der Arzt befragt Sie in Bezug auf Ihre Beschwerden, Ihre Krankengeschichte sowie Ihre Lebensgewohnheiten inklusive Ihres Ess- bzw. Ernährungsverhaltens. Bei einem Arztbesuch sollten Sie demnach unter anderem die folgenden Fragen beantworten können:

  • Wie häufig haben Sie Stuhlgang?
  • Welche Konsistenz und Farbe hat Ihr Stuhl?
  • Haben Sie beim Stuhlgang Schmerzen?
  • Seit wann leiden Sie unter diesen Beschwerden
  • Nehmen Sie (regelmäßig) Medikamente ein?

Kann der Arzt aufgrund der Anamnese nicht auf die Verstopfungsursache schließen, erfolgt Im Anschluss zwingend eine ausführliche körperliche Untersuchung, um die mögliche Ursache zu bestimmen. Zu diesen Untersuchungen gehören zum Beispiel:

  • körperliche Untersuchung, bei chronischen Verstopfungen inklusive des Anus
  • Blutuntersuchungen, um auf Diabetes, eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine Leberzirrhose als Ursachen ausschließen zu können
  • Darmspiegelung, um das Reizdarmsyndrom, Darmausstülpungen, entzündete Darmausstülpungen, Darmpolypen oder aber Darmkrebs als Auslöser ausschließen zu können
  • Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse, um eine Schilddrüsenunterfunktion ausschließen zu können
  • Ultraschalluntersuchung, um zu evaluieren, ob eine möglicherweise Leberzirrhose besteht
  • Bauchspiegelung, ebenfalls zur Diagnose einer Leberzirrhose
  • Stuhluntersuchung, um Darmpolypen oder Darmkrebs ausschließen zu können

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